Reflexintegrationstherapie nach RIT®

Frühkindliche Reflexe verstehen. Bewegung gezielt fördern. Entwicklung begleiten.

Die Entwicklung eines Kindes ist ein faszinierender Prozess. Von den ersten Bewegungen im Mutterleib bis zum sicheren Laufen, Klettern, Schreiben und Lernen entwickelt sich das kindliche Nervensystem Schritt für Schritt.

Dabei spielen sogenannte frühkindliche Reflexe eine wichtige Rolle. Sie sind angeborene Bewegungsmuster, die Babys in den ersten Lebensmonaten unterstützen und ihnen helfen, auf bestimmte Reize automatisch zu reagieren.

Im Laufe der Entwicklung werden diese Reflexe zunehmend gehemmt und durch bewusst steuerbare Bewegungsmuster abgelöst. Bei manchen Kindern können bestimmte frühkindliche Reflexmuster jedoch weiterhin deutlich beobachtbar sein. Dies kann sich beispielsweise in Bewegungsabläufen, Haltung, Koordination oder der Körperwahrnehmung zeigen.

Was ist Reflexintegration?

Die Reflexintegrationstherapie nach RIT® ist ein bewegungsorientierter Ansatz, der sich mit der Entwicklung und dem Zusammenspiel von frühkindlichen Reflexen, Haltung und Bewegung beschäftigt.

Durch gezielte Bewegungsübungen werden dem Kind bestimmte Bewegungsmuster angeboten und wiederholt. Ziel ist es, die Körperwahrnehmung, Koordination und Bewegungsentwicklung zu unterstützen und dem Kind eine gute Grundlage für seine weiteren Entwicklungsschritte zu geben.

Dabei steht nicht das „Trainieren eines Reflexes“ im Vordergrund, sondern das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem, Haltung und Bewegung.

Für welche Kinder kann RIT® interessant sein?

Eine Reflexintegration kann insbesondere dann interessant sein, wenn Eltern bei ihrem Kind Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung oder im Bewegungsverhalten beobachten.

Mögliche Hinweise können beispielsweise sein:

  • häufiges Stolpern oder Schwierigkeiten bei koordinativen Bewegungen
  • Unsicherheiten beim Balancieren und Klettern
  • Schwierigkeiten bei Überkreuzbewegungen
  • auffällige oder angespannte Körperhaltung
  • Schwierigkeiten mit der Fein- und Grobmotorik
  • Probleme bei der Bewegungsplanung
  • starke Unruhe oder Schwierigkeiten, ruhig zu sitzen
  • auffällige Körperwahrnehmung
  • Schwierigkeiten bei automatisierten Bewegungsabläufen

Wichtig: Solche Beobachtungen können viele unterschiedliche Ursachen haben. Eine Reflexintegration ersetzt deshalb keine ärztliche, neurologische, ergotherapeutische oder andere fachtherapeutische Diagnostik. Sie kann vielmehr als ergänzender bewegungsorientierter Ansatz betrachtet werden.

Wie läuft eine Reflexintegration ab?

Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch mit den Eltern und eine individuelle Beobachtung des Kindes. Dabei schauen wir uns unter anderem Bewegungsverhalten, Haltung, Koordination und mögliche auffällige Bewegungsmuster an.

Anschließend wird gemeinsam besprochen, ob und in welcher Form eine Begleitung sinnvoll sein kann.

Die Übungen werden individuell ausgewählt und kindgerecht vermittelt. Ein wichtiger Bestandteil ist die regelmäßige Durchführung der Übungen zu Hause. Denn Entwicklung braucht Wiederholung und Zeit.

Dabei geht es nicht um Leistung oder darum, dass ein Kind „etwas falsch macht“. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo.

Bewegung als Grundlage der Entwicklung

Kinder lernen mit ihrem ganzen Körper. Bewegungserfahrungen beeinflussen die Entwicklung von Gleichgewicht, Koordination, Körperwahrnehmung und motorischer Sicherheit.

Mit der Reflexintegration möchten wir Kinder dabei unterstützen, ihren Körper besser wahrzunehmen, Bewegungen sicherer auszuführen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Unser Ziel

Wir möchten Ihrem Kind einen geschützten Rahmen bieten, in dem es spielerisch, individuell und ohne Leistungsdruck neue Bewegungserfahrungen sammeln kann.

Denn manchmal braucht Entwicklung nicht mehr Druck, sondern einfach die richtigen Bewegungsimpulse zur richtigen Zeit.

Sie möchten wissen, ob eine Reflexintegration für Ihr Kind sinnvoll sein könnte?

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Wie ist der Ablauf in der Praxis Westerkamp?

Sie können vorweg bereits den ausgefüllten Fragebogen an uns schicken. Nach Auswertung des Bogens vereinbaren Sie einen Termin in der Praxis – vorzugsweise per E-Mail.

Zur Integration werden mindestens 3 Termine benötigt, wobei ein Termin ca. 40 Minuten dauert. Die aktuellen Kosten teilen wir Ihnen selbstverständlich vor Buchung des ersten Termins mit.

Ermitteln Sie den möglichen Bedarf mit dem folgenden Fragebogen:

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